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Taufe reformieren

Die Taufe reformieren?


Taufe in Gemeindegottesdienst oder Familiengottesdienst?

Diskussion um Ort der Taufe


Soll die Taufe in der Familie, ausserhalb des normalen Gottesdienstes stattfinden? So war es oft üblich, bis 1905 die Kirchenordnung geändert wurde. Oder gehört die Taufe "in der Regel" in den Gottesdienst? Pfr. Andrea Bianca und Pfarrerin Esther Straub, beide Kirchenräte der Landeskirche des Kantons Zürich, sind verschiedener Meinung. Siehe die Online-Debatte.

Andrea Bianca nimmt in seinen Ideen viele liberale Gedanken auf. So war die Taufpraxis zu hause seit der Reformation bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gang und gäbe. Vor allem aber entspricht die Taufe in der Familie einem Eingehen auf die je eigene Situation der Tauffamilie. Die Feier kann individueller und aktiver gestaltet werden. Familienmitglieder können in allen liturgischen Teilen aktiv mitgestalten und mitmachen.

Taufen nach Gemeindegottesdienst: Neumünster beschliesst um 1861


In der Kirchgemeinde Neumünster gab es im 19. Jahrhundert offenbar soviele Taufen, dass die Kirchgemeinde im Jahre 1861 beschloss: "Taufe erst nach der Entlassung der Gemeinde". So berichtet es die Chronik der Kirchgemeinde Neumünster" (Zürich 1889, Hrsg. Gemeinnützige Gesellschaft von Neumünster, S. 63). Es wurden im Jahre 1861 auch 225 (!) Taufen gefeiert. Im Jahre 1865 waren es sogar 323! Was gälte hier das Argument: "Die Taufe gehört in die Gemeinde!" Es kommt halt, ganz liberal, auf die Umstände und Situation drauf an.

Pfarre Andrea Bianca benennt ein Unbehagen, das viele emfpinden: Weder die "normalen" Gottesdiensbesucher, noch die Tauffamilien, die je andere Bedürfnisse haben, sind zufrieden. Im Artikel heisst es: " Die Ansprüche der Tauffamilien mit jenen der Gottesdienstbesucher zusammenzubringen, erschwere tendenziell eher die Gemeinschaft. Am Ende bestehe die Gefahr einer wenig stimmigen Taufe im Rahmen eines Gottesdienstes, bei der niemand wirklich glücklich sei."

Die Debatte ist lanciert. Geschichtlicher Tiefenblick helfen dabei, nicht vorschnell von "DER" reformierten Haltung zu sprechen. Das Eingehen und Wahrnehmen der Bedürfnissse der Gemeinde und der distanzierten aber symphatisierenden ist hier, ganz liberal, ganz wichtig.

Reformierte in Oestereich kennen auch Familientaufen
Uebrigens: Nicht nur für die Katholiken, die Orthodoxen und die Lutheraner ist die Taufe in der Gemeinschaft der Familien gute christiliche Praxis. Auch die Reformierten in Oestereich, die ja schlussendlich auch nur Menschen sind, kennen die Praxis der Taufen nach oder ausserhhalb des Gemeindegottesdienstes.
So durfte der Präsident von prolibref, Pfr. Res Peter, selbst schon einen Familientaufgottesdienst inklusive Abendmahl an einem Sonntagmorgen um 11:30 Uhr in der Christuskirche feiern. Der Täufling war der Sohn vom liberalen Pfarrer Christian Burkhart, ehemaliger Pfarrer der Stadtkirche Winterthur. Die Gemeinschaft, sie wurde dort auch gefeiert.

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